Aldenhoven: Tödlicher Verkehrsunfall – L136

Am Dienstagvormittag wurde die Feuerwehr Aldenhoven gegen 11:00 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf die L136 zwischen Aldenhoven und Jülich alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Wehrkräfte verschaffte man sich zuerst einen genauen Überblick. Wobei die Folgen des Verkehrsunfalls schnell ersichtlich wurden.

Nach Angaben der Polizei befuhr ein 39 Jahre alter Mann aus Linnich mit einem Lkw die L 139 in Fahrtrichtung Jülich. Aus noch unklaren Gründen geriet er mit seinem Fahrzeug in den Gegenverkehr und stieß hier mit dem PKW eines 55-jährigen aus Vettweiß, frontal zusammen. Durch die wucht des Aufpralls  löste sich ein Teil des Lkw-Aufbaus und durchschlug die Frontscheibe des Pkw´s. Der Fahrer, der alleine in Auto war, wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Durch den Einsatzleiter der Feuerwehr, GBI Wilfried Thelen, wurde unverzüglich das EKNT ( Einsatzkräftenachsorgeteam) zur Betreuung der Einsatzkräfte zur Einsatzstelle gerufen. Auch für die Ersthelfer wurde ein Notfallseelsorger bereit gestellt. Nachdem durch die Polizei und einem Sachverständigen die Spuren gesichert waren, konnten die Wehrkräfte mit der Bergung des PKW-Fahrers beginnen. Dazu wurde die Fahrertüre und das Teil des Lkw-Aufbaus mit technischem Rettungsgerät (Schere / Spreizer ) aus dem Fahrzeuges entfernt. Der Fahrer des Lkw und sein Beifahrer wurden durch den Rettungsdienst betreut. Der Fahrer wurde durch den Unfall leicht verletzt in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, stellte den Brandschutz bis zur Bergung der Fahrzeuge sicher und nahmen auslaufende Betriebsstoffe mit Bindemittel auf.

Der Lkw wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Die Bergung des LKWs gestaltete sich schwierig. Mit Hilfe eines Autokrans konnte dieser dann geborgen werden. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die L136 zwischen der Frauenrather Str. und Industriestraße für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Zur Unfallursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Zusammen mit dem Einsatzkräftenachsorgeteam wurde am Ende des Einsatzes, im Gerätehaus Aldenhoven, ein Nachgespräch mit den Wehrkräften geführt, um den schlimmen Einsatz zu verarbeiten. Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar machte sich vor Ort ein Bild der Lage.

Im Einsatz waren die Löschgruppen Aldenhoven, Freialdenhoven, Niedermerz und Dürboslar, der Rettungsdienst mit Notarzt, Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar, das EKNT ( Einsatzkräftenachsorgeteam), Notfallseelsorger, sowie die Polizei mit Notfallseelsorger und Sachverständiger.

Leider mussten sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei neben dem schrecklichen Verkehrsunfall um Autofahrer und Passanten kümmern, denen es Augenscheinlich nicht interessierte das dort ein schrecklicher Unfall passiert ist. Es wurde immer wieder versucht die Absperrung zu durchbrechen. Ein Passant betrat die Einsatzstelle und fing an mit seinem Handy Bildaufnahmen zu machen. Es kann nicht sein das es immer und immer wieder zu solchen Vorfällen an Einsatzstellen kommt. Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei haben an Einsatzstellen genug zu tun und werden durch ein solches Verhalten immer wieder von der eigentlichen Arbeit abgehalten und massiv gestört.

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Einsatzleiter: GBI Wilfried Thelen
Quelle: M.Weidenfeld – Einsatzdoku.org / Polizei Düren – Pressesetelle

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