Alsdorf: Jahreshauptübung 2018

Bei strahlendem Sonnenschein und schweißtreibenden Temperaturen hatte die Freiwillige Feuerwehr Alsdorf am gestrigen Samstagnachmittag zur diesjährigen Jahreshauptübung eingeladen. Einheiten aus allen drei Löschzügen waren zum Übungsareal in der Marienstraße im Stadtteil Mariadorf ausgerückt und präsentierten in drei unterschiedlichen Einsatzszenarien das breite Aufgabenspektrum der Feuerwehr.

Kurz nach 16:00 Uhr startete die Großübung mit dem ersten Einsatzszenario – einer technischen Hilfeleistung. Hierfür wurden Einheiten des Löschzug 3 auf das Betriebsgelände von Go-Better alarmiert. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen Verkehrsunfall vor, bei dem eine Person von einem Eiswagen erfasst und schwer verletzt wurde. Gekonnt wurde die Einsatzlage unter Einsatzleiter Dirk Stoltefuß erkundet, Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet und die verletzte und zugleich eingeklemmte Person unter Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät befreit. Schnell war die Einsatzstelle abgearbeitet, da wurde bereits zum zweiten Einsatzszenario alarmiert. Schlag auf Schlag rückten weitere Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge von dem Bereitstellungsraum auf der Marienstraße zur neuen Einsatzstelle aus. Bei der angenommenen Lage wurde der Feuerwehr Alsdorf über der städteregionalen Leitstelle ein Unfall mit Gefahrgut auf einem Speditionsunternehmen gemeldet. Gemäß der ABC-Lage (mit Atomaren, Biologischen und Chemischen Gefahrstoffen) rückte auch der Fachberater Chemie der Feuerwehr Alsdorf mit dem Gerätewagen Gefahrgut zur Einsatzstelle aus. Die zahlreichen Zuschauer beobachteten gespannt das weitere Vorgehen des Löschzuges 2 unter der Leitung von Einsatzleiter von Andreas Hodenius. Bei Verladearbeiten eines LKWs war es zu einem Unfall im Laderaum gekommen, bei dem der Fahrer unter der umgekippten Ware eingeklemmt wurde und unbekannte Flüssigkeiten ausgetreten waren, die zu einer chemischen Reaktion geführt hatten. Die Einsatzstelle wurde daraufhin von den Kräften der Feuerwehr Alsdorf weiträumig abgesperrt. Gemäß der GAMS-Regel konnten dann alle weiteren Maßnahmen zur Rettung des LKW-Fahrers eingeleitet werden: G= Gefahr erkennen, A= Absperren, M= Menschenrettung einleiten, S= Spezialkräfte einsetzen. Ein Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz durchsuchte den Frachtraum des LKWs nach dem verletzten Fahrer und fand ihn leblos vor, während weitere Einsatzkräfte parallel eine Löschwasserversorgung und einen Dekontaminationsplatz errichteten. Der verletzte LKW-Fahrer wurde unter Applaus der Zuschauer aus seiner misslichen Lage befreit und anschließend zur weiteren Untersuchung dem Alsdorfer Feuerwehrarzt Dr. Ulrich Butz übergeben. Bei dem dritten Übungsszenario wurde ein Brandereignis in einer Scheune simuliert. In dem großen und weitläufigen Gebäude wurde noch eine Person vermisst, woraufhin die Feuerwehr zu einem Feuer mit Menschenleben in Gefahr alarmiert wurde. Umgehend wurden auch die letzten Einsatzkräfte vom Bereitstellungsraum für die letzte Übung des Nachmittags alarmiert. Neben den Einheiten des Löschzuges 1 rückten zusätzlich die jüngsten Einheiten der Feuerwehr Alsdorf unter der Leitung von Einsatzleiter Horst Steiner aus. Die Jugendfeuerwehr durfte dabei mit der neusten Errungenschaft des Alsdorfer Feuerwehrfuhrparks, dem LF20KatS, anrücken. Während die Einheiten des Löschzuges 1 die Menschenrettung innerhalb des Gebäudes einleiteten, wurde seitens der Jugendfeuerwehr die Brandbekämpfung unter der Vornahme von drei C-Rohren präsentiert. Am Ende konnte eine Person innerhalb des Gebäudes aufgefunden und gerettet werden.
Der Leiter für Ausbildung und Technik, Georg Steinmetz, führte als Moderator durch den Nachmittag und erklärte, dass eine realistische Patientenübergabe an den üblicherweise direkt mitalarmierten Rettungsdienst der Feuer- und Rettungswache Alsdorf leider bei keiner der ausgearbeiteten Einsatzlagen dargestellt werden konnte, da alle Einheiten des Rettungsdienstes zu diesem Zeitpunkt in realem Einsatzlagen eingebunden waren. Die zahlreichen Besucher der diesjährigen Jahreshauptübung zeigten sich sehr begeistert von der Leistung der Alsdorfer Einsatzkräften und spendeten als Dank einen langen Applaus nach jeder einzelnen Übung. Auch Kreisbrandmeister Bernd Hollands sowie Bürgermeister Alfred Sonders und der 1. Beigeordnete der Stadt Alsdorf, Ralf Kahlen waren der Einladung der Feuerwehr gefolgt und zeigten sich sehr zufrieden, ebenso Jürgen Kochs, Leiter Ordnungsamt und die Wehrleitung der Feuerwehr Alsdorf, vertreten durch Peter Adenau und Markus Dohms.

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Quelle: Feuerwehr Alsdorf
Bildquelle: Privat / J. Skok

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