Alsdorf: Schornsteinbrand und „PKW auf Straßenlaterne“

2015-03-30-Alsdorf-Kamin-PKW-001Am heutigen Montagmittag wurde die Feuerwehr Alsdorf gegen 14.05 Uhr zu einem Feuereinsatz nach Alsdorf-Mitte gerufen. In einem Mehrfamilienhaus in der Eckstraße war es zu einem ausgedehnten Kaminbrand gekommen. Aufgrund der örtlichen Beschaffenheit des Kamins und der intensiven Rauchentwicklung im Schornsteininnern, drang an mehreren im Gebäude befindlichen Stellen Rauch aus dem Gemäuer.

Präventiv wurde das gesamte Gebäude evakuiert und erst im Anschluss mit den Kehr- und Inspektionsarbeiten begonnen. Unter Atemschutz drang ein Trupp über die Drehleiter zur oberen Kaminöffnung vor und kehrte diese mittels Kaminkehrerwerkzeug. Ein weiterer Trupp begab sich, ebenfalls unter Atemschutz, zur unteren Revisionsöffnung und transportierte die glühenden Ablagerungen der Innenwandung des Kamins ins Freie. Zur weitergehenden Kontrolle des stark verrauchten Dachbereichs musste ein Teil der Wandvertäfelung gewaltsam entfernt werden.

Parallel zum Innenangriff wurde der Brandschutz durch im Außenbereich befindliche Einsatzkräfte sichergestellt. Nach Abschluss der Kehr- und Lüftungsarbeiten konnten die Bewohner in Absprache mit dem Bezirksschornsteinfegermeister in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein erneutes Befeuern der Öfen wurde jedoch zunächst untersagt. Nach etwa anderthalb Stunden konnten die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte aller drei Löschzüge ihren Einsatz beenden.

„PKW auf Straßenlaterne“

Nicht schlecht staunten die hauptamtlichen Einsatzkräfte um Wachabteilungsführer Peter Vekens, als diese gegen 18.53 Uhr zu einer technischen Hilfeleistung nach Alsdorf-Mitte ausrückten. Auf der Luisenstraße war ein Kleintransporter von der Fahrbahn abgekommen, frontal gegen eine am Straßenrand befindliche Straßenlaterne geprallt, über diese geschleudert und erst vor einem Baum zum Stehen gekommen. Das Fahrzeug wurde zwischen dem Rest der tatsächlich „überfahrenen“ Laterne und dem Baum eingeklemmt. Durch die Wucht des Zusammenpralls mit Straßenlampe und Baum wurden die beiden Insassen des Fahrzeugs so stark verletzt, dass diese mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert werden mussten.

Da das verunglückte Fahrzeug auf dem abgebrochenen Mast der Straßenlaterne ruhte und die Hinterachse keinen Kontakt zum Boden aufwies, konnte das Fahrzeug nicht auf normalem Wege geboren werden. Der Mast hatte sich in den Unterboden des Unfallwagens gebohrt. Durch die anwesende Polizei wurde ein Spezialkran zur Einsatzstelle gerufen, welcher das Fahrzeug von dem Laternenpfahl heben und so bergen konnte. Der noch vorhandene, umgeknickte Laternenmast wurde durch eine Fachfirma stromlos geschaltet und durch das Betriebsamt abtransportiert.

Neben der Erstversorgung der Patienten und der Bergung des Fahrzeugs, streuten die Wehrleute auslaufende Betriebsstoffe ab und stellten den Brandschutz sicher. Nach etwa einer Stunde konnten die hauptamtlichen Kräfte auch diesen Einsatz beenden.

Quelle: Christoph Simon Pressesprecher – Feuerwehr Alsdorf

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