Taifun „Haiyan“ Rotes Kreuz das THW und World Vision starten Hilfsflug auf die Philippinen

mutter-mit-2-kindern
 Datum: 08.11.2013 bis ……..
 Berichterstattung der einzelnen Hilfsorganisationen

 

 

Datum: 08.11.2013 bis …….
bildergalerie-v1144
 

Wir alle können helfen und unterstützen Sie

 

adh-logo logo 

Taifun Haiyan: Besuch aus der Botschaft 

 

Über die Arbeit des THW-Teams in Santa Fe auf der philippinischen Insel Bantayan informierte sich am Donnerstag Jörn Rohde, Geschäftsträger der deutschen Botschaft in Manila. Er lobt die Arbeit der Mitglieder des THW. „Das Wasser läuft“, freute sich der Diplomat.

 

Jörn Rohde (hinten, 2.v.r.), Geschäftsträger der deutschen Botschaft in Manila, probierte das vom THW auf der philippinischen Insel Bantayan aufbereitete Trinkwasser. 

Besonders beeindruckt war Rohde von der Zusammenarbeit des Technischen Hilfswerks mit den Behörden und Organisationen vor Ort. Alles laufe sehr flexibel – auch in der Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz. „Man hilft sich gegenseitig. Man schaut, wo die Hilfe benötigt wird. Das klappt alles super“, sagt Rohde. Nach seinen Angaben gehen die lokalen Behörden davon aus, dass die Trinkwasserversorgung voraussichtlich noch sechs Monate nicht in Ordnung sein wird. Deshalb sei der Wunsch geäußert worden, dass das THW noch möglichst lange vor Ort bleibt und mit den lokalen Behörden nachhaltige Lösungen erarbeitet.

Rohde besuchte auch das Camp des THW auf der Insel Bantayan. Dort probierte er die Einsatzverpflegung. „Es schmeckte sehr gut.“ Der Eindruck Rohdes: Die Stimmung unter den THW-Aktiven ist sehr gut, weil sie mit ihrer schnellen unkomplizierten Hilfe sofort eine Verbesserung für die Bevölkerung schaffen. „Die Leute haben hier gestern Schlange gestanden, um das Wasser abzuholen.“

Rohde kennt die Arbeit des THW von seiner langjährigen Zeit im Auswärtigen Amt und sagt zu den Einsätzen nach Katastrophen im Ausland: „Das THW ist immer sofort da und kann wahnsinnig flexibel und schnell reagieren. Und jetzt gibt es hier sauberes Wasser.“

Für Rohde ist das THW eine einzigartige Organisation, mit der Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal weltweit habe. Keiner habe eine Einrichtung wie das THW, wo man mit hochspezialisierten Teams nach Katastrophen schnellstmöglich im Einsatz sei. Rohde: „Das THW kann mit relativ wenig Personaleinsatz ein Maximum an Effektivität erzeugen.“

 

 

Taifun Haiyan: Anlage einsatzbereit

Die Trinkwasseraufbereitungsanlage des THW in Santa Fe auf der philippinischen Insel Bantayan ist einsatzbereit. Jetzt muss das Trinkwasser noch in einem zweistufigen Prozess aufbereitet werden. Weiterhin läuft mit Unterstützung des THW der Aufbau einer Koordinierungsstelle der Vereinten Nationen in Guiuan auf der Insel Samar.

Die Verbindung unterschiedlicher Systeme war eine Herausforderung beim Aufbau der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Santa Fe auf der philippinischen Insel Bantayan.Die Verbindung unterschiedlicher Systeme war eine Herausforderung beim Aufbau der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Santa Fe auf der philippinischen Insel Bantayan.

Die Trinkwasseraufbereitungsanlage des THW in Santa Fe auf der philippinischen Insel Bantayan ist einsatzbereit. Jetzt muss das Trinkwasser noch in einem zweistufigen Prozess aufbereitet werden. Weiterhin läuft mit Unterstützung des THW der Aufbau einer Koordinierungsstelle der Vereinten Nationen in Guiuan auf der Insel Samar.

Mit viel Improvisationstalent haben es die THW-Helfer auf der Insel geschafft, die Zuleitung an die Trinkwasseraufbereitungsanlage anzuschließen. Das Rohwasser läuft nun in einen großen Behälter. Voraussichtlich am Mittwoch wird dann das Trinkwasser fließen. Unterdessen arbeitet die elfköpfige THW-Mannschaft in Santa Fe weiter an den Vorbereitungen für die Verteilung. So ist bereits das Labor aufgebaut. Dort stehen auch zwei Brutschränke, die auf 35 beziehungsweise 41 Grad Celsius eingestellt sind. So können wichtige Parameter des aufbereiteten Wassers bestimmt werden. Schließlich soll das Wasser am Ende auch keimfrei sein, damit es unbedenklich getrunken werden kann. Bei der Aufbereitung werden Schwebstoffe im Wasser zunächst mit einer Eisenchlorid-Lösung herausgefällt. Anschließend wird das Wasser in einem zweiten Schritt mit einem Aktivkohlefilter gereinigt.

In der Stadt Santa Fe leben etwa 30.000 Menschen, die zu einem Großteil mit der Anlage versorgt werden können. Die Bevölkerung freut sich über die Hilfe aus Deutschland. Die Helfer des THW werden freundlich aufgenommen. Michael Deininger aus Bad Tölz, Technischer Leiter des THW-Teams, bringt es auf den Punkt: „Wir standen hier vor der Herausforderung, dass wir unterschiedliche Systeme miteinander verbinden mussten. Aber mit ein bisschen Improvisation haben wir das hinbekommen. Wir arbeiten hier am Limit. Das Klima macht uns sehr zu schaffen.“

Unterdessen hat auf der Insel Bantayan die Erkundung für einen zweiten Standort einer Trinkwasseraufbereitungsanlage durch das THW begonnen. Voraussichtlich entscheidet sich am Mittwoch, wo diese Anlage aufgestellt wird.

Darüber hinaus ist ein THW-Aktiver als Mitglied des „Civil Protection Teams“ der EU in Cebu-City eingesetzt. Ein weiterer THW-Helfer wird in Ormoc auf der Insel Leyte als Techniker für ein Einsatzteam aus Luxemburg fungieren.

Der Einsatz des THW auf den Philippinen wird vom Auswärtigen Amt finanziert und erfolgt im Auftrag des Bundesinnenministeriums.

 

 
 

THW Stolberg: Unterstützung bei Taifun-Hilfe

Am Samstag, den 09. November 2013 wurde der Stolberger Auslands- und Koordinationsexperte Thomas Johnen von der THW-Leitung zur Unterstützung des Leitungs- und Koordinationsstabes (LuK) alarmiert. Die THW-Leitung bildete im Nachgang zum Taifun-Unglück auf den Philippinen einen LuK-Stab um mögliche Hilfsmaßnahmen zu planen und eine Koordination zeitnah durchführen zu können. In diesem Zusammenhang stellte Thomas Johnen ein Team aus Auslandsexperten des THW aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen und organisierte dessen Abreise ins Ausland. Aufgrund der Vielzahl von logistischen Herausforderungen konnte der Stolberger Helfer selbst nicht am Auslandseinsatz teilnehmen, unterstützte aber weiterhin die THW-Leitung, so dass er an der Durchführung der deutschen Hilfe im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesinnenministeriums maßgeblich beteiligt war. Neben der Koordination von Einsatzvorbereitungen, Personalangelegenheiten und Versorgungsplanungen im Bereich Ausstattung wurde auch eine fachliche Beratung des Auswärtigen Amtes durchgeführt.

johnen
 

Taifun Haiyan: Logistische Unterstützung für World Vision

Rund 20 Tonnen Güter der Hilfsorganisation World Vision transportiert das THW vom hessischen Rodgau an den Flughafen nach Frankfurt. Von dort aus startet am Sonntag eine Maschine vom Typ A 340-600 mit mehreren Tonnen Hilfsgütern verschiedener Hilfsorganisationen nach Manila.

 

bild 012 philippinen gelandet
 

Rotes Kreuz und THW starten Hilfsflug auf die Philippinen

Ein gemeinsamer Hilfsflug von THW und Deutschem Rotem Kreuz ist heute vom Flughafen Schönefeld in das von Taifun „Haiyan“ betroffene Gebiet auf den Philippinen gestartet. An Bord sind rund 70 Tonnen Hilfsgüter für die notleidende Bevölkerung, darunter Zelte, Kochsets, Hygieneartikel und Plastikplanen des DRK sowie eine Anlage zur Trinkwasseraufbereitung, ein Labor zur Wasseranalyse und Werkzeug.

„Die Bilder von den Philippinen zeigen verheerende Zerstörungen und menschliche Tragödien in einem dramatischen Ausmaß. Den Menschen fehlt es am Nötigsten. Sie sind dringend auf Hilfe angewiesen“, sagt DRK-Präsident Rudolf Seiters.

Der Hilfsflug ist aus Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert. Die zugeladenen Hilfsgüter des DRK im Wert von 283.000 Euro konnten mit   Spendengeldern der deutschen Bevölkerung beschafft werden. Die Boeing 747 fliegt direkt in die am schwersten betroffene Region nach Cebu und wird Donnerstag 10:30 Uhr lokaler Zeit dort erwartet.

In den kommenden Tagen wird das DRK mit einem weiteren Hilfsflug alle benötigten Gegenstände, die für den Aufbau eines Koordinationszentrums in dem Katastrophengebiet erforderlich sind, entsenden. So können die vor Ort tätigen Freiwilligen des Roten Kreuzes bestmöglich unterstützt werden. Zudem werden weitere Hilfsgüter wie Küchensets, Moskitonetze und Materialien für Notunterkünfte aus einem Logistiklager in Kuala Lumpur in die Katastrophenregion geschafft.

In einem weiteren Schritt wird das DRK die medizinische Notversorgung der Opfer von „Haiyan“ sowohl mit Material als auch mit medizinischem Personal unterstützen. Die Gesamtsumme dieser vom DRK auf den Weg gebrachten Hilfsleistungen beläuft sich auf rund drei Millionen Euro, davon eine halbe Million Euro aus dem Auswärtigen Amt.

 131113BILAN14
 

Taifun Haiyan: THW-Team erreicht Bogo

Die Trinkwasseraufbereitungsanlagen des THW sind an ihrem vorläufigen Bestimmungsort in Bogo im Norden der Insel Cebu eingetroffen. Ein Erkundungsteam der THW Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland plant zudem, auf der westlich von Cebu gelegenen Insel Bantayan die Arbeit aufzunehmen.

Wo die erste der beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA) in der Region um Bogo aufgebaut wird, klären die Einsatzkräfte derzeit. Ziel ist es, einen optimalen Standort für die TWA zu finden, so dass möglichst viele Menschen mit dem sauberen Trinkwasser versorgt werden können. Die zweite TWA wird voraussichtlich auf Bantayan eingesetzt, dort sind etwa 75.000 Menschen von der Katastrophe betroffen. Alleine die beiden TWA des THW können täglich bis zu 36.000 Menschen mit Wasser versorgen.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Europäischen Gemeinschaftsverfahrens sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

bild 003 philippinen verlegung
 

Hilfe kommt zu den Menschen

World Vision ist es heute gelungen, dringend benötigte Hilfsgüter an Opfer des Taifuns Haiyan auf der philippinischen Insel Cebu zu verteilen. Insgesamt 900 Familien erhielten Lebensmittel, Wasser und Hygiene-Sets.

World Vision ist es heute gelungen, dringend benötigte Hilfsgüter an Opfer des Taifuns Haiyan auf der philippinischen Insel Cebu zu verteilen. Insgesamt 780 Familien erhielten Lebensmittel, Wasser und Hygiene-Sets.

„Wir sind glücklich, dass die Verteilung endlich stattfinden konnte und dass alles ruhig und friedlich abgelaufen ist“, erklärte die philippinische Mitarbeiterin Joanne Tay. „Obwohl sie hungrig und durstig waren, verhielten sich alle Empfänger vorbildlich diszipliniert”, berichtet Joanna Tay. Die Empfänger hatten zum ersten Mal seit sechs Tagen Hilfe bekommen, da die Straßen vorher unpassierbar waren.

Moritz Wohlrab vom Bündnis “Aktion Deutschland Hilft” und der Neuseeländer Chris Clarke begleiteten den Hilfstransport. “Die Fahrt mit unseren LKW dauerte 5-6 Stunden.  Je näher wir dem Zielort kamen, desto mehr Zerstörung sahen wir”, gab Chris Clarke durch. “In Tabugon steht nur ungefähr jedes 10. Haus noch.”. Ein 70 Jahre alter Mann sagte den Helfern: “Wenn der Sturm hier bei Nacht gewütet hätte, wären viele gestorben.”

Die Hilfsgüter versorgen jede Familie etwa zwei Wochen lang mit Nahrung (Reis, Mungobohnen, Speiseöl, Zucker und Kekse) und Trinkwasser. Außerdem erhielten die Empfänger Hygiene-Artikel wie Seife und Desinfektionsmittel. Bei der Verteilung kam auch eine spezielle World-Vision-Technik zum Einsatz: eine Karte zum Erfassen der Empfänger, ähnlich einer EC-Karte, die gewährleistet, dass niemand mehrfach oder unberechtigt Hilfsgüter erhält.

freiwillige 
 

Quelle:THW, DRK, World Vision, Aktion Deutschland Hilft
Redaktion:H. Wipper – Einsatzdoku.org 
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentare sind geschlossen