Würselen: Auslaufende Chemiekalie löst Großeinsatz aus

feuer-sos 0001Bei Umladearbeiten wurde am Montagabend im Gewerbegebiet Aachener Kreuz ein Chemikalienfass so stark beschädigt, dass der Einsatz eines Großaufgebotes an Rettungskräften nötig wurde.

Um 22.52 Uhr ging auf der Leitstelle der StädteRegion Aachen der Notruf ein, so dass diese aufgrund bestehender Alarm- und Ausrückeordnungen neben der örtlich zuständigen Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Würselen auch Spezialeinheiten aus Herzogenrath und Eschweiler sowie Rettungsdienst, Polizei- und Ordnungsbehörden in Marsch setzte.  Die erste Erkundung ergab, dass die Chemikalie aus dem beschädigten Fass in einer Halle und in einem LKW-Auflieger ausgetreten war. Ein Mitarbeiter wurde vorsorglich durch den Notarzt untersucht und einem Krankenhaus zu geführt. Die Feuerwehrkräfte rüsteten sich mit speziellen Chemikalienschutzanzügen aus, um sich dem Fass und damit der auslaufenden Flüssigkeit zu nähern.  Bei der Flüssigkeit handelt es sich um Isocyanat, einem Produkt für die chemische Industrie. Mit speziellem Bindemittel wurde die giftige Flüssigkeit eingedämmt und gebunden. Das beschädigte Fass wurde in ein intaktes Fass verbracht und von einem Spezialunternehmen der Entsorgung zu geführt. Die Maßnahmen verliefen in enger Abstimmung mit dem Fachberater CBRN (Chemische-biologische-radioaktive-nukleare Gefahren) der StädteRegion Aachen, Hartmut Prast. Neben ihm machte sich auch Kreisbrandmeister Bernd Hollands ein Bild der Lage.

Für die Bevölkerung und der Umwelt bestand keine Gefahr.

Von der Würselener Wehr waren neben der hauptamtlichen Wache auch die ehrenamtlichen Löschzüge Würselen-Mitte und Broichweiden im Einsatz. Insgesamt waren rund 80 Kräfte nahezu fünf Stunden vor Ort.

Quelle: M. Weidenfeld – Einsatzdoku.org / Feuerwehr Würselen

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